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Blick auf Bödigheim

Unser Dorf Bödigheim mit derzeit um die 900 Einwohnern besteht seit über 1000 Jahren und ist eine der ältesten Siedlungen im Bauland. Das Dorf liegt an der geologischen Grenze zwischen dem Buntsandstein (Odenwald) und dem Muschelkalk (Bauland). Am nahegelegenen Besucherzentrum der  Eberstädter Tropfsteinhöhle kann man viele Informationen darüber erhalten und die Zeit gleich Nutzen, die Höhle zu besichtigen.

Im 13. Jahrhundert war Bödigheim eines der größten Klosterdörfer am Odenwaldrand, dem 19 Bauerngüter zugeordnet waren. An keinem anderen Ort hatte das Kloster Amorbach soviel Besitz.

1286 erhielt Weiprecht Rüdt vom Kloster Amorbach die Erlaubnis, eine Burg zu errichten und versprach im Gegenzug, eine Kirche zu bauen. 1532  gab das Kloster seinen Restbesitz in Bödigheim auf, der Herrschaftsfamilie Rüdt war es in den Jahren gelungen, immer mehr Rechte an sich zu ziehen. 1555 führte die Dorfherrschaft Rüdt die Reformation ein. Der Familie Rüdt gelang es ebenfalls, die Herrschaft über Eberstadt, Sindolsheim, Waldhausen und Hollerbach zu erwerben, sie wurde damit eine der bedeutendsten Familien der Odenwälder Reichsritterschaft.  Die "Rüdt von Bödigheim" nannten sich nach 1635 "Rüdt von Collenberg" .

Neben der Burg und dem Schloss zeugt der Judenfriedhof von einer bewegten Geschichte.  Der Bödigheimer Judenfriedhof zählt zu den ältesten in Baden, er war Bezirksfriedhof für ca. 30 Gemeinden. In ihm finden sich an die 1500 erhaltene Grabdenkmäler und das Kriegerdenkmal für die Gefallenen des ersten Weltkrieges. Um 1839 lebten 118 Juden in Bödigheim.

 

 

 

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